10 MOMENTE

10 MOMENTE

Das Castelo de S. Jorge – ein Nationaldenkmal befindet sich in der besten Lage der alten mittelalterlichen Zitadelle und besteht aus der Burg, aus Resten des alten Königspalastes und aus einem Wohnviertel für die Eliten.

Die Festung, die Mitte des 11.Jahrhunderts von den Mauren gebaut wurde, war der letzte Zufluchtsort der Eliten, die in der Zitadelle wohnten: der maurische Bürgermeister, dessen Palast sich in unmittelbarer Nähe befand, und die Eliten der Stadtverwaltung, deren Häuser noch heute im Bereich der Archäologischen Überbleibsel zu erkennen sind.

Nach der Eroberung von Lissabon, am 25. Oktober 1147, durch den ersten portugiesischen König, D. Afonso Henriques, bis zum Beginn des 16.Jahrhunderts, erlebte das Castelo de S. Jorge sein goldenes Zeitalter mit der Nutzung als Königshof. Die alten Gebäude der islamischen Epoche wurden verändert und ausgebaut, damit der König, sein Hof und der Bischof, sowie das Königliche Archiv in einem der Türme aufgenommen werden konnten. Nachdem sie im 13.Jahrhundert von den portugiesischen Königen zum Königspalast umgewandelt worden ist, wurde das Castelo de S. Jorge  zwischen dem 14. und dem 16.Jahrhundert zum Ort auserwählt, in dem berühmte nationale und internationale Persönlichkeiten empfangen, Feste gefeiert und Könige bejubelt wurden.

Mit der Integration Portugals in die Spanische Krone, im Jahre 1580, gewinnt das Castelo de S. Jorge einen besonderen militärischen Charakter, der bis zum Beginn des 20.Jahrhunderts beibehalten wird. Die Räumlichkeiten werden umgewandelt oder neue Räume werden geschaffen. Vor allem aber nach dem Erdbeben in Lissabon, im Jahre 1755, wird eine größere Renovierung stattfinden. Dadurch werden viele neue Bauten erscheinen, welche die älteren Ruinen verbergen. Im 19.Jahrhundert ist der gesamte Raum des Nationaldenkmals mit militärischen Quartieren besetzt.

Bei den großen Renovierungsarbeiten zwischen 1938 und 1940 werden die Burg und die Spuren des alten Königlichen Palastes wieder aufgedeckt. Während der damaligen Abbrucharbeiten konnten die alten Errichtungen gerettet werden. Somit gewinnt die Burg ihre frühere Pracht wieder und wird den Stadtbewohnern zur Nutzung übergeben.

Ende des 20.Jahrhunderts haben die archäologischen Untersuchungen an verschiedenen Stellen erheblich dazu beigetragen, daß die Lebensdauer der Burg auf diesem Hügel sowie der unschätzbare historische Wert derselben bestätigt wurden. Somit wurde das Castelo de S. Jorge, einer Königlichen Verordnung von 1910 folgend, als Nationaldenkmal klassifiziert.

Die Spuren dieses frühen Zeitalters können wir nun in der Ständigen Ausstellung und im Bereich der Archäologischen Überbleibsel kennenlernen.

10 MOMENTE DES CASTELO DE S. JORGE

7.JH.V.CHR. BIS 8.JH. | VOR DER BURG • die ersten Besetzungen

11.JH.| DIE GRÜNDUNG DER BURG • die Burg und die islamischen Wohnräume

12.JH. | DIE EROBERUNG • der Übergang von der islamischen zur christlichen Welt

13.JH.| DIE KÖNIGLICHE RESIDENZ • die Burg und der Königliche Palast in der Festung

14.JH. | DIE KÖNIGLICHE RESIDENZ • der Turm des Archivs und die Thronfolgekrise

15. BIS 16. JH.| DIE KÖNIGLICHE RESIDENZ • das Leben im Hof und der letzte König in der Burg

17. BIS 18. JH.| VON KÖNIGLICHER RESIDENZ ZU MILITÄRQUARTIER

18.JH. | ERDBEBEN VON 1755

19.JH. | MILITÄRISCHE  NUTZUNG

20.J | DIE BURG ALS NATIONALDENKMAL • die Renovierungsbauarbeiten von 1938 bis 1940

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